Leander Huemer bei Starlinger: so schafft er den globalen Durchbruch

Schon als Kind war die Werkstatt für Leander Huemer Alltag. Der 28‑Jährige bewegt sich in Projekten von Afrika bis China so selbstverständlich wie andere in heimischen Städten. In Weissenbach an der Triesting wuchs er mit Maschinen auf und fand früh den Weg ins Familienunternehmen Starlinger.

Vom Lehrling zum Manager: wie praktische Arbeit die Richtung bestimmte

Technik war für Huemer nie abstrakt. Seine Mutter, Angelika Huemer, führt das Unternehmen mitverantwortlich. Der Sohn absolvierte die HTL Mödling und entschied sich für Wirtschaftsingenieurwesen.

Der Wendepunkt: ein Praktikum veränderte alles

Ein Ferialpraktikum 2013 brachte ihn direkt zu Montagen und Inbetriebnahmen. Dort sammelte er erste Erfahrungen in Kundenprojekten und auf Baustellen im Ausland.

Techniker bei der Inbetriebnahme einer Industriemaschine auf einer Baustelle
Praktische Erfahrung auf Baustellen prägte Huemers Berufswunsch nachhaltig.

  • Montageeinsätze vor Ort
  • Maschineninstallationen
  • Erste Auslandserfahrungen mit langen Aufenthalten

Diese Praxisphasen formten seinen Berufswunsch: Er wollte Techniker werden und blieb bei Starlinger.

Der Alltag als Service Area Manager: Koordination, Kundenkontakt, internationale Einsätze

Nach der Ausbildung arbeitete Huemer mehrere Jahre als Techniker. Er installierte Anlagen weltweit und übernahm komplexe Projekte.

Heute koordiniert er als Service Area Manager Techniker und betreut After‑Sales. Seine Aufgaben sind vielseitig:

  • Planung und Organisation von Einsatzteams
  • Absprache mit Vertrieb und Kunden
  • Bearbeitung technischer Anfragen und Support

Die Arbeit ist schnelllebig. An manchen Tagen treffen zahlreiche Anfragen kurz nacheinander ein. Starlinger liefert in über 130 Länder. Rund 95 % der Maschinen gehen in den Export.

Starlinger gilt als Marktführer bei Anlagen für gewebte Kunststoffsäcke und hat sich außerdem als Technologieführer im PET‑Recycling etabliert.

Aufholjagd der Konkurrenz: Was chinesische Anbieter verändern

Der internationale Markt verändert sich. Anbieter aus China drängen mit Tempo und niedrigeren Preisen.

Moderne Produktionshalle mit Maschinen und Arbeitern
Chinesische Hersteller bauen zunehmend eigene funktionale Maschinen auf.

Zwischen 2019 und 2021 platzierte Starlinger viele neue Sackkonfektionsanlagen in China. In den zwei Jahren danach bauten chinesische Hersteller eigene funktionale Maschinen.

Diese Geräte arbeiten zwar nicht mit derselben Bedienfreundlichkeit und Geschwindigkeit. Doch sie funktionieren.

Für Starlinger bleibt Service der wichtigste Differenzierungsfaktor. Ersatzteile, Nachrüstungen und weltweite Verlässlichkeit spielen eine zentrale Rolle.

  • Qualität und Langlebigkeit
  • Schnelle Ersatzteilversorgung
  • Globales Servicenetzwerk

Neue Generation, neue Prioritäten: wie junge Führungskräfte die Industrie prägen

Leander Huemer steht für eine junge Führungsschicht, die Tradition mit Innovationskraft verbindet. Viele Familienunternehmen in Österreich erleben ähnliche Übergänge.

Diese Talente setzen auf Vernetzung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Trotz Fachkräftemangel und Kostendruck treiben sie Modernisierung voran.

  • Technologieorientierte Produktentwicklung
  • Stärkere internationale Ausrichtung
  • Nachhaltige Produktionskonzepte

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