Am Gutshof der Landwirtschaftlichen Lehranstalt (LLA) Imst wurde ein neues Wirtschafts- und Versuchsgebäude eröffnet. Das Projekt verbindet praxisnahe Ausbildung mit Forschung und ökologischer Bauweise. Landespolitiker und Schulleitung betonten bei der Eröffnung die Bedeutung für Ausbildung, Region und Klimaschutz.
Neues Zentrum für Praxis und Lehre in Imst
Anstelle eines fast 70 Jahre alten Schweinestalls entstand in rund 18 Monaten Bauzeit ein moderner Neubau. Das Gebäude ersetzt eine nicht mehr zeitgemäße Anlage und schafft Raum für zeitgemäße Ausbildung.

- Nutzfläche: 933 Quadratmeter
- Geplante Nutzer: etwa 400 Schülerinnen und Schüler pro Jahr
- Investition: 5,3 Millionen Euro (unter dem Budget von 5,6 Millionen)
Lehre und Forschung unter einem Dach: Genbank und Versuchsfelder
Der Neubau vereint praktischen Unterricht mit Bereichen des landwirtschaftlichen Versuchswesens. Teil des Hauses ist die Genbank des Landes Tirol.
In der Genbank werden alte Landsorten erhalten und wissenschaftlich untersucht. Schülerinnen und Schüler lernen dort, wie traditionelle Sorten in moderne Anbausysteme passen.
Praxisnähe im Unterricht
- Viehwirtschaft: Stall- und Tiermanagement
- Feld- und Ackerbau: Anbaumethoden und Bodenschutz
- Verarbeitung: Veredelung und regionale Wertschöpfung
Das Zusammenführen von Forschung und Ausbildung soll den Transfer von Erkenntnissen direkt in die Praxis ermöglichen.
Ökologischer Ansatz: Holzbau, Photovoltaik und Energieeffizienz
Beim Bau wurde auf Nachhaltigkeit geachtet. Die Struktur entstand größtenteils in Holzbauweise. Es wurde keine zusätzliche Fläche versiegelt.

- Photovoltaik: 324 Quadratmeter Dachfläche
- PV-Spitzenleistung: 74,17 kWp
- Heizung: Anschluss an das Imster Fernwärmenetz
- Zukunftsfähig: Vorbereitung für eine E-Tankstelle für Autos und E-Bikes
Die Ausrichtung der Photovoltaikanlage ist so gewählt, dass Ertrag über Tages- und Jahresverlauf optimiert wird. Das Gebäude erfüllt die Kriterien des klimaaktiv-Standards.
Aussagen von Politik und Schulleitung
Bei der Eröffnung waren Landeshauptmann Anton Mattle und sein Stellvertreter Philip Wohlgemuth anwesend. Beide hoben den Stellenwert von Ausbildung, Innovation und Nachhaltigkeit hervor.
Mattle betonte, dass die Investition in die Infrastruktur auch eine Investition in die Zukunft junger Menschen und in die Entwicklung des Landes sei.
Wohlgemuth lobte die Kombination aus Funktionalität und hochwertiger Bauweise. Für ihn ist der Gutshof ein Beispiel, wie moderne Infrastruktur und Klima-Ziele zusammenpassen.
Baulogistik und Zeitplan
Der Neubau folgte einem klaren Zeitplan. Zunächst wurde das Bestandsgebäude abgerissen. Unmittelbar darauf begann der Bau des neuen Komplexes.
- Abbruch des alten Stalles: Mai 2025
- Baubeginn: Juni 2025
- Bauzeit: rund eineinhalb Jahre
Die Umsetzung blieb finanziell unterhalb des veranschlagten Budgets. Das Projekt gilt als termingerecht und kosteneffizient realisiert.
Technische Daten und Nutzungsinformationen
- Nutzfläche: 933 m²
- Photovoltaik-Fläche: 324 m²
- PV-Leistung: 74,17 kWp
- Investitionsvolumen: 5,3 Mio. Euro
- Von der Landesregierung vorgesehenes Budget: 5,6 Mio. Euro
- Jährliche Nutzerzahl: ca. 400 Schüler/innen
- Bauweise: überwiegend Holzbau
- Energieversorgung: Imster Fernwärme
- Standards: klimaaktiv-geprüft
Ähnliche Artikel
- Ausbildung Voitsberg: Maschinenbau und Zerspanungstechnik bieten Topchancen
- Freudenschuß: Lehre beim Fleischkönner in Hilm gestartet
- Lehrlingsrundschau 2026 im Bezirk Schärding: diese Lehrlinge machen Zeitung
- Voestalpine droht massiver Jobabbau: Mürzzuschlag bangt um Arbeitsplätze
- Österreichs 50 größte Maschinenbauer 2026: das vollständige Industrie-Ranking

Sabine Köhler ist Expertin für berufliche Weiterbildung und Förderprogramme. Sie zeigt Ihnen, wie Sie Lehrgänge finanzieren und neue Qualifikationen erfolgreich erwerben.