In Innsbruck feierten Anfang September 24 junge Menschen ihren Abschluss in der Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz. Gleichzeitig markierte die Veranstaltung einen Meilenstein: 50 Jahre Ausbildung in den medizinisch-technischen Assistenzberufen am Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe.
Großes Fest: Abschlüsse und Jubiläum am AZW
Im Festsaal des AZW gratulierten Vertreterinnen und Vertreter des Landes, Bildungsleitungen und zahlreiche Gäste persönlich. Rund 150 Teilnehmer – darunter Absolventen, Lehrkräfte und Praxispartner – nahmen an der Feier teil. Die Stimmung war geprägt von Anerkennung für die neue Generation im OP-Bereich und Stolz auf fünf Jahrzehnte Ausbildungsarbeit.

Wie alles begann: Vom Start der Schule bis zum AZW
Die Wurzeln der Ausbildung reichen in die 1970er Jahre zurück. Seit 1975 existiert in Innsbruck eine Einrichtung für den medizinisch-technischen Fachdienst.
- 1991 zog die Schule an ihren heutigen Standort und wurde Teil des Ausbildungszentrums West.
- Die Programme wurden im Laufe der Jahre erweitert und modernisiert.
- Besonders prägend war eine Rechtsanpassung Anfang der 2010er Jahre.
Neue Berufsbilder und moderne Inhalte
Mit der Gesetzesnovelle entstanden mehrere spezialisierte Assistenzberufe. Die Ausbildung orientiert sich eng an der Praxis und vermittelt vertieftes Fachwissen.
- Desinfektions- und Gipsassistenz
- Labor- und Obduktionsassistenz
- Operations- und Röntgenassistenz
- Medizinische Fachassistenz als Kombination verschiedener Module
Die OTA-Ausbildung: Was die dreijährige Lehre lehrt
Seit 2022 ist die Operationstechnische Assistenz als eigenständiger Gesundheitsberuf etabliert. Die Ausbildung dauert drei Jahre und verbindet Theorie mit intensiver Praxis.
Kernthemen des Lehrplans
- Vorbereitung und Nachbereitung chirurgischer Eingriffe
- Instrumentenkunde und aseptische Techniken
- Teamarbeit im OP und Patientenbetreuung
- Notfallmanagement und Hygienestandards

Einsatzorte und Karrierewege
Absolventinnen und Absolventen arbeiten in:
- Krankenhäusern und OP-Abteilungen
- Ambulanten OP-Zentren
- Röntgen- und Laborbereichen
- Rehabilitations- und Spezialkliniken
Persönlichkeiten und Anerkennung
Bei der Feier würdigten Landesrätin Cornelia Hagele, AZW-Leitung und zahlreiche Gäste die Bedeutung der Berufe für die regionale Gesundheitsversorgung. Sie hoben hervor, wie wichtig qualifiziertes Personal für sichere und hochwertige Behandlungen ist.
Die Leitung des AZW betonte die Rolle der Ausbildung bei der Entwicklung moderner Teams im Gesundheitswesen. Ausbilderinnen und Praxispartner lobten die Professionalität der neuen OTA-Generation.
Statistiken, Erfolge und Ausblick
Im Verlauf von fünf Jahrzehnten schlossen mehr als 1.300 Personen Ausbildungen in den medizinisch-technischen Assistenzberufen ab. Davon erhielten rund 630 das Diplom zur medizinisch-technischen Fachkraft oder zur Medizinischen Fachassistenz.
- Weitere etwa 730 Absolventen erwarben Zusatzqualifikationen.
- Die Ausbildungsangebote bleiben praxisnah und anpassungsfähig.
- Perspektiven: Fachkräfte bleiben gefragt, Fortbildungen werden weiter ausgebaut.
Bilder und Dokumentation des Jubiläums
- 50 Jahre Ausbildung in den medizinisch-technischen Assistenzberufen als wichtiger Meilenstein für Tirol.
- Foto: Veranstaltungsdokumentation des AZW
Weiterführende Themen aus der Region
- Landessieger in Berufswettbewerben aus Tirol
- Ehrungen für kulturelle Leistungen im Bundesland
- Aktuelle Beratungen im Landtag zu regionalen Reformen
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Sabine Köhler ist Expertin für berufliche Weiterbildung und Förderprogramme. Sie zeigt Ihnen, wie Sie Lehrgänge finanzieren und neue Qualifikationen erfolgreich erwerben.